Mountain Smoke Club Logo The Jar Page Jar Collection wird geladen ...

Mountain Smoke Collection

The Jar Page

Jar-Lagerung, Sammlerleidenschaft und ein kleiner Blick in eine aussergewöhnliche Club-Sammlung.

Ein Jar ist eine dekorative Aufbewahrungsform für Zigarren. Zigarren lassen sich darin anders als in einem Humidor lagern und über längere Zeit reifen lassen. Viele Aficionados mögen Jars, weil sie Atmosphäre, Sammlerwert und praktische Lagerung miteinander verbinden.

Wichtig ist dabei: Ein Jar ersetzt nicht automatisch jeden Humidor. Entscheidend bleiben ein stabiles Klima, gute Kontrolle und ein bewusster Umgang mit Feuchtigkeit, Temperatur und Füllmenge.

  • Luftfeuchtigkeit: meist ca. 65–69 % als guter Zielbereich
  • Temperatur: möglichst konstant und nicht zu warm
  • Kontrolle: regelmässig prüfen, ob Zigarren, Dichtung und Befeuchtung passen
  • Füllmenge: nicht überladen, damit die Luft im Jar ruhig arbeiten kann
  • Gerüche: Jars sauber und frei von Fremdgerüchen halten

Die Entstehung des Zigarren-Jars

Der Zigarren-Jar entstand ursprünglich nicht als luxuriöses Sammlerstueck, sondern als praktische Möglichkeit, Zigarren zu lagern und zu transportieren. Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden in Kuba Gefässe verwendet, um Zigarren vor äusseren Einflüssen zu schützen und ihre Frische möglichst lange zu bewahren. Cuban House of Cigars

Während Zigarren traditionell vor allem in Holzkisten verpackt wurden, boten gut verschlossene Gefässe einen zusätzlichen Schutz vor trockener Luft, fremden Gerüchen und Temperaturschwankungen. Besonders für den Export in Länder mit einem deutlich trockeneren Klima war dies von Vorteil.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte die traditionsreiche Marke H. Upmann eine Verpackung aus schwerem Glas. Diese sogenannten Amatista-Jars enthielten meistens 25 oder 50 Zigarren. Im Inneren waren sie teilweise mit spanischem Zedernholz ausgekleidet und wurden mit einem dicht schliessenden Deckel versehen. Die Zigarren wurden damit beworben, auch nach längeren Transportwegen noch so frisch zu sein wie direkt ab Manufaktur. Holts

Neben den Glasgefässen entstanden auch kunstvoll gestaltete Keramik-Jars. Bekannte Marken wie Partagás, Ramón Allones oder Hoyo de Monterrey nutzten diese Behälter nicht nur zur Aufbewahrung, sondern auch als auffällige und hochwertige Markenpräsentation. Partagás liess beispielsweise bereits in den 1920er-Jahren eine limitierte Serie von Keramik-Jars in Spanien anfertigen. Cuban House of Cigars

Vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren waren Glas-Jars weitverbreitet. In den folgenden Jahrzehnten verloren sie jedoch an Bedeutung und wurden zunehmend durch klassische Zigarrenkisten und moderne Humidore ersetzt. Cigar Aficionado

Seit der Jahrtausendwende erlebt der Zigarren-Jar eine Renaissance. Heute werden Jars häufig für limitierte Editionen, Jubiläen oder regionale Sonderauflagen hergestellt. Sie sind meist nummeriert, auf eine kleine Stückzahl begrenzt und dadurch bei Aficionados und Sammlern besonders begehrt. Habanos

So entwickelte sich der Zigarren-Jar vom einfachen Aufbewahrungsgefäss zu einer Verbindung aus Funktion, Tradition und Kunst. Ein schöner Jar schützt nicht nur seinen wertvollen Inhalt – er erzählt gleichzeitig ein Stück Zigarrengeschichte.

Fazit

Für eine grosse, gemischte Sammlung bleibt ein guter Humidor meist die flexibelste Lösung. Für einzelne Serien, Jubiläumseditionen oder schlicht für besondere Sammlerstuecke können Jars jedoch eine wunderbare Ergänzung sein. Und wenn sie dann noch so aussehen wie diese Exemplare, wird aus Lagerung schnell auch Leidenschaft.